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Weihnachtsgeschenke für Kunden und Mitarbeiter

Weihnachtsgeschenke für Kunden und Mitarbeiter, ohne Streuartikel: warum klein und mit Namen mehr sagt als groß, und wie kleine Firmen Mengen gut planen.

von Mara Krapp · Veröffentlicht am 12. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Mehrere gleich verpackte kleine Geschenke in Kraftpapier mit leeren Holzanhängern auf einem hellen Schreibtisch

Kennst du das aus dem Büro? Im Dezember steht irgendwo ein Karton mit Kugelschreibern, Notizbüchern und Tassen, alle mit Logo, alle gleich. Man nimmt sich einen mit, weil er da steht. Und im Februar weiß niemand mehr, von wem er war.

Weihnachtsgeschenke für Kunden und Mitarbeiter sind eigentlich eine schöne Sache. Man sagt damit: Das Jahr mit dir war gut, danke. Nur geht genau diese Botschaft verloren, wenn das Geschenk so aussieht, als wäre es für alle und niemanden gleichzeitig gekauft worden. Gerade kleine Firmen, Teams und Selbstständige haben da einen Vorteil, den sie oft gar nicht nutzen: Sie kennen ihre Leute noch mit Namen.

Persönlich statt Streuartikel

Ein Streuartikel ist praktisch, weil man ihn in Mengen bestellen kann und nicht nachdenken muss. Aber genau das merkt man ihm auch an. Ein Geschenk, auf dem der eigene Name steht, liest sich anders. Es sagt: Hier hat jemand an dich gedacht, nicht an eine Liste.

Das muss nicht teuer sein. Ich glaube sogar, dass es meistens besser klein ist. Ein großes Präsentkorb-Paket stellt die Beschenkten manchmal in eine komische Lage, gerade bei Kunden. Etwas Kleines mit Namen dagegen kann man einfach annehmen und behalten, ohne dass es sich nach Verpflichtung anfühlt.

Wenn ich ein Geschenk aussuche, frage ich mich: Würde das in einem halben Jahr noch irgendwo liegen, wo man es sieht? Ein Brettchen in der Küche, eine Karte an der Pinnwand, ein Plättchen am Bildschirmrand: Dann hat es sich gelohnt.

Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter: personalisiert und klein

Bei Weihnachtsgeschenken für Kollegen und Mitarbeiter gilt für mich dasselbe. Lieber eine Kleinigkeit mit Namen als etwas Großes, das austauschbar ist.

Eine Karte, die dafür gut passt, ist die Anlasskarte »Danke«. Auf der Karte steht »Das war nicht selbstverständlich«, unten »Es hat mir viel bedeutet.« Mit Gravur steht der Name unten im Bogen des Holzplättchens, für 9,90 €. Für jemanden, der das Team durch ein schwieriges Projekt getragen hat, passt dieser Satz oft besser als jedes „Frohe Weihnachten".

Wer lieber etwas zum Benutzen verschenkt, findet beim Frühstücksbrettchen »Blumenwiese« ein Stück ohne Anlass: Buchenholz, ca. 22,5 × 12 cm, der Name steht graviert über Gänseblümchen, Mohn und Klee. Es kostet 12,90 € und hat mit Weihnachten nichts zu tun, was ich eher als Vorteil sehe. Es wird nicht im Januar wieder weggeräumt.

Und ganz gleich, was es wird: Eine handgeschriebene Zeile dazu macht mehr aus als jede Verpackung. Ein Satz reicht, solange er nur für diese eine Person stimmt. „Danke, dass du im Frühjahr eingesprungen bist" ist mehr wert als drei Zeilen über ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Mengen planen und früh bestellen

Personalisierte Stücke brauchen etwas Zeit, weil jedes einzeln graviert wird. In Deutschland rechne ich mit 7 bis 10 Werktagen bis zur Lieferung, die Fertigung eingerechnet, nach Österreich mit 9 bis 12. Plane mindestens zwei Wochen vor Heiligabend ein, bei mehreren Namen lieber mehr. Wenn du für ein ganzes Team bestellst, hilft eine Liste: Namen in der richtigen Schreibweise, am besten einmal gegenlesen lassen. Ein vertauschter Buchstabe fällt beim Gravieren nicht auf, beim Auspacken sofort.

Für größere Stückzahlen oder eigene Wünsche schreib mir vorher über das Kontaktformular. Dann schauen wir gemeinsam, was in welcher Zeit machbar ist, statt dass du am Ende auf eine Lieferung wartest, die nicht mehr rechtzeitig kommt.

Ein Punkt, den ich ehrlich sagen möchte, weil er für Firmen wichtig ist: Ich arbeite als Kleinunternehmerin nach § 19 UStG. Meine Preise sind Endpreise, auf der Rechnung wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Für dich als Firma heißt das: Es gibt keine Vorsteuer, die du ziehen kannst. Das solltest du wissen, bevor du kalkulierst.

Eigenes Merch mit einer Plottervorlage

Manche kleinen Firmen machen ihre Geschenke lieber selbst, mit einem Plotter im Büro oder in der Werkstatt: bedruckte Geschenkbeutel, Kissen, Karten. Dafür gibt es meine Plottervorlagen, zum Beispiel die Plottervorlage »Tannenbaum mit Stern« als ZIP mit SVG, DXF, PNG und Anleitung.

Wichtig ist dabei die Lizenz. Die Privatlizenz gilt nur für den eigenen, nicht-gewerblichen Gebrauch, und Geschenke einer Firma an Kunden sind gewerblich. Für alles, was du als Firma damit machst, nimm die kommerzielle Lizenz für 24,90 €. Was sie genau erlaubt, steht auf der Lizenzseite, und wenn du unsicher bist, frag mich lieber vorher.

Nicht nur im Dezember an Kunden denken

Ich glaube, das Weihnachtsgeschenk ist selten das, woran sich Kunden erinnern. Sie erinnern sich an die Karte im Juni, als das Projekt fertig war, oder an die kurze Nachricht zum Firmenjubiläum. Im Dezember kommt alles gleichzeitig, und auch das schönste Kundengeschenk zu Weihnachten geht dann zwischen zwanzig anderen unter.

Mein Mann Philipp Krapp ist Softwareentwickler und beschäftigt sich beruflich genau mit dieser Frage: wie Firmen mit ihren Kunden über das ganze Jahr in Kontakt bleiben, ohne dass es aufdringlich wird. Viel davon passiert heute auf LinkedIn, und mit seiner Firma entwickelt er dafür Compleadly, eine LinkedIn-Automatisierung mit KI aus Deutschland. Wenn wir darüber reden, landen wir trotzdem oft beim selben Punkt: Ob digital oder auf Papier, es zählt, dass sich der Kontakt nach einem Menschen anfühlt und nicht nach einer Liste.

Vielleicht ist das der eigentliche Tipp für dieses Jahr: Verschenk zu Weihnachten etwas Kleines mit Namen. Und schreib dir in den Kalender, wem du im Frühjahr einfach so eine Karte schickst.

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